Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch das Wort geworden und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist.
Johannes 1,1–3 · Schott-Messbuch„Im Anfang war das Wort.“ Johannes beginnt seine Weihnachtsgeschichte nicht im Stall, sondern in der Ewigkeit. Er macht klar: Jesus ist kein nachträglicher Einfall Gottes, keine Reparaturmaßnahme für eine schiefgelaufene Welt. Er ist der Ursprung. Bevor es Zeit, Raum und Materie gab, war das Wort – und dieses Wort war Beziehung: „bei Gott“. In Gott selbst herrscht von Ewigkeit her Gemeinschaft.
Und dann geschieht das Unglaubliche: Dieses schöpferische Wort, durch das alles geworden ist, was ist, wird nicht nur gerufen, sondern Mensch. Der Logos, der Sinn und die Ordnung der Welt, kommt zu uns. Das bedeutet: Unser Leben ist kein Zufallsprodukt. Jeder von uns ist kein Produkt des blinden Zufalls, sondern ein gewollter Gedanke Gottes. In einer Welt, die oft laut und chaotisch ist, erinnert uns dieser Sonntag daran: Es gibt ein stilles, tragendes Wort, das über allem steht. Es ist das Wort der Liebe, das am Anfang stand und auch am Ende stehen wird.
Herr Jesus Christus, du ewiges Wort vom Vater, du bist am Anfang aller Dinge. In dir hat alles Bestand. Ich danke dir, dass ich durch dich geschaffen bin und in dir leben darf. In der Unruhe dieser Woche hilf mir, auf dein stilles, schöpferisches Wort zu hören. Sprich du in mein Herz und gib meinem Leben Sinn und Richtung. Amen.
Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus. Er, der Anfang und Ende ist, sei vor euch, um euch den rechten Weg zu zeigen; er sei neben euch, um euch in die Arme zu schließen; und er sei hinter euch, um euch zu behüten vor aller Gefahr. Geht hin im Segen des Herrn.