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Der Leidensweg Jesu Christi.

"Die Passion Christi: Ein Leitfaden durch die heiligen Tage der Karwoche"

Der Leidensweg Jesu Christi.

Liebe Zuhörer, In diesen heiligen Tagen gedenken wir der Passion unseres Herrn Jesus Christus. Vom Gründonnerstag über den Karfreitag bis zum Ostersonntag durchleben wir die letzten Stunden seines irdischen Daseins und seine triumphale Auferstehung. In der Heiligen Schrift entdecken wir zahlreiche Passagen, die uns die Bedeutung dieser Ereignisse näherbringen. Lassen Sie uns gemeinsam einige zentrale Aspekte beleuchten und tiefer in die Sakramente eintauchen, die während des letzten Abendmahls durch Jesus Christus eingesetzt wurden.

Am Gründonnerstag versammelte sich Jesus mit seinen Jüngern zum letzten Abendmahl. In Matthäus 26,26-28 wird uns der Moment verdeutlicht, in dem Jesus das Brot bricht und den Kelch an seine Jünger weitergibt. Er erklärte, dass dies sein Leib und sein Blut seien, die für uns gegeben werden. Durch diese Handlung hat Jesus zwei wichtige Sakramente eingesetzt: Das Sakrament der Eucharistie und das Sakrament des Priestertums.

Das Sakrament der Eucharistie, auch das Abendmahl genannt, ist eines der zentralen Sakramente der christlichen Kirche. Es erinnert uns an das Opfer, das Jesus für uns am Kreuz gebracht hat. Durch das Brot und den Wein, die seinen Leib und sein Blut symbolisieren, nehmen wir an diesem Opfer teil und erneuern unseren Bund mit Gott. Es ist ein mächtiges Zeichen der Gnade Gottes, das uns erlaubt, geistig an der Erlösungstat Jesu teilzuhaben und uns mit ihm zu vereinen.

Das Sakrament des Priestertums wurde ebenfalls beim letzten Abendmahl eingesetzt, als Jesus seinen Jüngern auftrug: "Tut dies zu meinem Gedächtnis" (Lukas 22,19). Durch diese Worte hat Jesus seinen Jüngern die Vollmacht gegeben, in seinem Namen das Abendmahl zu feiern. Dies markiert die Einsetzung des Priestertums, durch das die Sakramente in der Kirche verwaltet werden.

Am Karfreitag erleben wir die schmerzliche Passion Jesu Christi. Er wird gefangen genommen, verhört, geschlagen und verspottet. Sein Weg führt ihn schließlich zur Kreuzigung auf Golgatha. Wie es in Johannes 19,17-18 heißt: "Und er trug sein Kreuz und ging hinaus zur sogenannten Schädelstätte, die auf Hebräisch Golgatha genannt wird. Dort kreuzigten sie ihn und mit ihm zwei andere, auf jeder Seite einen, und Jesus in der Mitte."

Am Karfreitag gedenken wir auch des Kreuzwegs Jesu, den er vom Prätorium bis zur Stelle seiner Kreuzigung zurücklegte. Dieser Kreuzweg, auch bekannt als Via Dolorosa, besteht aus 14 Stationen, die verschiedene Ereignisse auf dem Weg Jesu zum Kreuz darstellen. Jede dieser Stationen hat eine tiefe symbolische Bedeutung und lehrt uns wichtige Lektionen über Liebe, Opfer und Vergebung.

Die erste Station markiert die Verurteilung Jesu durch Pontius Pilatus. Trotz seiner Unschuld wurde Jesus zum Tod durch Kreuzigung verurteilt. Diese Station erinnert uns an die Ungerechtigkeiten dieser Welt und fordert uns auf, für Wahrheit und Gerechtigkeit einzutreten, selbst wenn wir uns dadurch Ablehnung und Verfolgung aussetzen.

Die zweite bis vierte Station stellen den Weg Jesu mit dem Kreuz dar. Sie erinnern uns daran, dass Jesus das schwere Kreuz des Leidens und der Ablehnung getragen hat, um uns zu erlösen. Sie fordern uns auf, in schwierigen Zeiten standhaft zu bleiben und unser Kreuz mit Geduld und Hoffnung zu tragen.

Die fünfte bis siebte Station zeigen die Begegnung Jesu mit seiner Mutter Maria, Simon von Cyrene, der ihm hilft, das Kreuz zu tragen, und Veronika, die sein Gesicht abwischt. Diese Stationen erinnern uns an die Bedeutung von Mitgefühl, Dienst und Liebe in Zeiten des Leidens.

Die achte bis zehnte Station zeigen Jesus, wie er unter der Last des Kreuzes zusammenbricht, die Frauen von Jerusalem tröstet und schließlich auf Golgatha ankommt. Sie lehren uns, dass wir in Zeiten der Prüfung nicht allein sind und dass Gott uns immer nahe ist, um uns zu stärken und zu trösten.

Die elfte bis vierzehnte Station stellen die Kreuzigung, den Tod und die Grablegung Jesu dar. Sie erinnern uns an das große Opfer, das Jesus für uns gebracht hat, und fordern uns auf, unser eigenes Leben in Liebe und Hingabe an Gott und unsere Mitmenschen zu leben.

Am Ostersonntag feiern wir die Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus. Die Engel verkündeten den Frauen am leeren Grab die frohe Botschaft, wie in Lukas 24,5-6 zu lesen ist: "Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden." Die Auferstehung Jesu ist das zentrale Ereignis unseres Glaubens. Sie ist der Beweis dafür, dass Jesus der Sohn Gottes ist und dass er die Macht über Leben und Tod hat.

Die Passion Jesu Christi zeigt uns die Tiefe von Gottes Liebe für uns. Er hat seinen Sohn für uns geopfert, damit wir durch ihn gerettet werden können. Der Gründonnerstag, der Karfreitag und der Ostersonntag sind wichtige Stationen auf unserem Weg des Glaubens, die uns immer wieder an die zentrale Botschaft des Christentums erinnern - die Liebe.

Die Sakramente des Abendmahls und des Priestertums, die beim letzten Abendmahl eingesetzt wurden, sind wesentliche Bestandteile unseres Glaubenslebens. Sie erinnern uns an das Opfer Jesu, stärken unsere Beziehung zu ihm und ermöglichen uns, an seiner Erlösungstat teilzuhaben. Mögen wir in dieser Osterzeit die Bedeutung dieser Sakramente neu entdecken und sie mit neuem Bewusstsein und tiefer Hingabe feiern.

Der Kreuzweg Jesu, den wir am Karfreitag nachvollziehen, ist nicht nur eine Erinnerung an die physischen und geistigen Leiden, die Jesus auf seinem Weg zum Kreuz ertragen hat, sondern auch eine tiefe spirituelle Übung, die uns hilft, uns mit Jesus und seinem Leiden zu identifizieren. Jede Station des Kreuzwegs bietet uns eine Gelegenheit zur Reflexion und Herausforderung, unsere eigenen Kreuze zu tragen, sei es durch Leiden, Verlust, Versuchungen oder den täglichen Kampf, ein christliches Leben zu führen.

Die Kreuzigung und der Tod Jesu am Kreuz, dargestellt in den letzten Stationen des Kreuzwegs, sind eine kraftvolle Erinnerung an das ultimative Opfer, das Jesus für die Erlösung der Menschheit gebracht hat. Sie fordern uns auf, unsere eigenen Leben als lebendige Opfer darzubringen, wie es in Römer 12,1 heißt: "Ich ermahne euch nun, Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, eure Leiber darzustellen als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer, das sei euer vernünftiger Gottesdienst."

Am Ostersonntag feiern wir dann die Auferstehung Jesu von den Toten. Dieses wunderbare Ereignis ist der Höhepunkt der Osterfeierlichkeiten und der christlichen Glaubenslehre. Es versichert uns, dass der Tod nicht das letzte Wort hat, sondern dass in Christus das Leben triumphiert. Die Auferstehung Jesu gibt uns die Hoffnung auf ein ewiges Leben, das uns durch unseren Glauben an ihn und unser Bekenntnis zu ihm gegeben wird, wie es in Römer 10,9 heißt: "Denn wenn du mit deinem Mund Jesus als Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat, wirst du gerettet werden."

Die Sakramente des Abendmahls und des Priestertums, die bei der letzten Abendmahlfeier eingesetzt wurden, sind nicht nur Symbole, sondern auch wirksame Zeichen der Gnade, die uns mit der Erlösungstat Jesu verbinden und uns helfen, sein Leben, seinen Tod und seine Auferstehung in unserem eigenen Leben zu vergegenwärtigen.

Mögen wir in dieser Osterzeit die tiefgreifenden Lektionen der Passion und Auferstehung Jesu in unser Herz aufnehmen und danach streben, sie in unserem Leben zu leben. Mögen wir immer daran erinnert werden, dass wir durch die Liebe und Gnade Gottes geliebt, erlöst und erneuert sind. Möge diese Botschaft uns inspirieren, unser Leben in Liebe und Dienst an Gott und unseren Mitmenschen zu leben.