Der Tempelberg in Jerusalem

Geschichte vom Tempelberg

Geschichte vom Tempel

Nach ihrer Rückkehr aus dem Babylonischen Exil errichteten die Juden an derselben Stelle den zweiten Tempel (Fertigstellung 516 v. Chr.). Von Herodes dem Großen monumental ausgebaut, wurde der Tempel im jüdisch-römischen Krieg im Jahre 70 n. Chr. zerstört.

Vor 3000 Jahren errichteten der Bibel zufolge die Israeliten unter Salomo den ersten Tempel – Baubeginn 957 v. Chr. – an dieser Stelle. Im besonders heiligen, abgegrenzten Bereich, dem Allerheiligsten im Tempel wurde die Bundeslade aufbewahrt.

Vor 3000 Jahren, so berichtet die Heilige Schrift, errichteten die Israeliten unter der Führung von Salomo einen prachtvollen Tempel, dessen Bau im Jahr 957 v. Chr. begann. Dieser Tempel diente nicht nur als Ort des Gebets und der Verehrung, sondern war auch die physische Manifestation des Bundes zwischen Gott und seinem Volk.

Im Herzen dieses heiligen Ortes, im sogenannten Allerheiligsten, wurde die Bundeslade verwahrt. Diese Lade symbolisierte Gottes Gegenwart und war das kostbarste Heiligtum für die Israeliten. In der Bibel heißt es dazu: "Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, dass ich unter ihnen wohne." (2. Mose 25,8) Die Errichtung des Tempels unter Salomo war ein Akt tief verwurzelter Spiritualität und Hingabe, durchdrungen von dem Streben, Gottes Ruhm und Gnade auf Erden widerzuspiegeln.Die Bundeslade selbst, ein Artefakt von unermesslicher spiritueller Bedeutung, wurde von Gott an Mose auf dem Berg Sinai übergeben, wie es geschrieben steht: "Und du sollst die Lade des Zeugnisses machen aus Akazienholz." (2. Mose 25,10)

Diese Lade trug die Gesetzestafeln, die durch die Finger Gottes selbst in Stein gemeißelt wurden, und diente als ständige Erinnerung an das heilige Bündnis, das Gott mit den Menschen geschlossen hatte.Der erste Tempel, ein architektonisches Wunderwerk seiner Zeit, wurde zum Symbol der Hoffnung und zum Zentrum der israelitischen Anbetung. Die Pracht seiner Mauern und die Reinheit seines Zweckes inspirierten Generationen von Gläubigen und verkörpern bis heute die Bestrebungen, sich einer höheren Macht zu nähern und in ihrem Licht zu leben. Obwohl der Tempel später zerstört wurde, lebt sein Vermächtnis im Glauben und in den Herzen derer weiter, die in seinem Schatten beteten und feierten.

Im majestätischen Moment, als Jesus den heiligen Tempel verließ, wandte sich ein Jünger mit ehrfürchtigem Staunen an ihn:

„Meister, sieh doch, was für prächtige Steine, was für grandiose Bauten!“

Die beeindruckenden Strukturen, die sich vor ihnen erhoben, schienen das irdische Ebenbild göttlicher Macht und Herrlichkeit zu verkörpern. Doch Jesus, in seiner übernatürlichen Weisheit, antwortete mit einer ernsten Offenbarung: „Betrachte diese gewaltigen Bauwerke genau. Wahrlich, ich sage dir, es wird die Zeit kommen, in der kein Stein auf dem anderen bleibt; alles wird zerstört werden.“ Diese Worte Jesu sind nicht nur eine prophetische Warnung, sondern zeugen von der Zerbrechlichkeit und Vergänglichkeit menschlicher Werke im Angesicht der göttlichen Vollendung.

In der Schrift finden wir ähnliche Mahnungen im Buch der Offenbarung: „Und der Tempel Gottes im Himmel wurde geöffnet, und die Lade seines Bundes wurde sichtbar im Tempel. Und es geschahen Blitze, Stimmen, Donner, Erdbeben und ein großer Hagel“ (Offenbarung 11,19). Hier wird deutlich, dass die Manifestationen göttlicher Macht und die Fülle seiner Herrlichkeit alles Irdische übersteigen.Diese Weissagung ist ein Aufruf zur geistlichen Wachsamkeit und zur inneren Einkehr. Sie lädt uns ein, den Blick über das Materielle hinaus auf das unvergängliche Reich Gottes zu richten.

In Matthäus 6,19-20 lehrt uns Jesus: „Sammelt euch nicht Schätze auf der Erde, wo Motten und Rost sie zerstören und Diebe einbrechen und stehlen. Sammelt euch vielmehr Schätze im Himmel, wo weder Motten noch Rost sie zerstören und keine Diebe einbrechen und stehlen.“In diesem Lichte sind wir eingeladen, unser Leben im Vertrauen auf die ewigen Verheißungen Gottes auszurichten, fern von der trügerischen Sicherheit weltlicher Güter.

Jesus ruft uns zu einem Leben auf, das von Demut, Gerechtigkeit und der Suche nach göttlicher Weisheit geprägt ist. Mit dieser tiefgehenden und wortgewaltigen Einsicht werden wir ermutigt, eine Haltung der Dankbarkeit und des Glaubens anzunehmen, die uns durch die Zeiten der Prüfung und der Verwandlung trägt.

  • Zerstörung des Tempels

Die Zerstörungen beider Tempel im Abstand von 655 Jahren, die nach der jüdischen Überlieferung beide am 9. Aw stattfanden, bilden zentrale Punkte in der jüdischen Geschichte. Der erhoffte Wiederaufbau des Tempels in Jerusalem und das ersehnte Anbrechen der Messianischen Zeiten ist zentrales Anliegen zahlreicher jüdischer Gebete, so des Achtzehnbittengebetes. Die Westmauer oder Klagemauer ist ein Überrest der Mauern, die das Tempelplateau stützen. Viele Juden beten dort. Es ist üblich, Gebetszettel/Bitten in den Mauerspalten zu hinterlassen.

Klagemauer – Heilige Stätte in Jerusalem

In der Altstadt von Jerusalem finden sich viele religiös extrem bedeutsame Stätten, die bei keiner Reise durch Israel fehlen dürfen. Eines dieser unbedingt sehenswerten Highlights ist die Klagemauer am Tempelberg in der Altstadt Jerusalems. Die heiligste Stätte des Judentums blickt auf eine lange und ereignisreiche Geschichte zurück und wird tagtäglich von zahlreichen Gläubigen besucht, die vor Ort Gebete sprechen. Besichtigen Sie die außergewöhnliche Klagemauer im Herzen von Jerusalem und erfahren Sie mehr über die Geschichte, die Bedeutung und den Grund des Namens bei Ihrem Besuch.

Die Entstehung der Klagemauer

Früher bildete die heute berühmte Klagemauer die westliche Mauer des zweiten Tempels in Jerusalem. Den ersten Tempel der Stadt ließ der biblische König Salomo im 10. Jahrhundert v. Chr. errichten, zu der Zeit als Salomo noch über ganz Israel herrschte. Allerdings wurde dieser erste Tempel bereits im Jahre 586 v. Chr. durch die Babylonier zerstört. Wenige Jahre später, etwa im Jahre 515 v. Chr. errichteten die Herrscher der persischen Besatzung einen neuen, einfacher gestalteten Tempel, welcher im Jahre 20 v. Chr. von Herodes dem Großen erweitert wurde. Von diesem neueren Tempel bildete die heutige Klagemauer die Westmauer, diese Mauer wurde aber erst zwischen 50 und 70 n. Chr. vollendet. Der eigentliche Tempel konnte ebenfalls nicht lange in Jerusalem bestehen, da die Römer diesen im Jahre 70. n.Chr. zerstörten. Die Klagemauer ist somit das letzte erhaltene Stück des uralten Tempels und liegt zum Teil noch unter der Erde und nur zu einem Teil oberirdisch. Hier zeigt sich auch, dass die Klagemauer eine lange und ereignisreiche Geschichte hinter sich hat und Jerusalem vielfach aufgebaut und von verschiedenen Eroberern wieder zerstört wurde

Tempelberg

Der Tempelberg ist ein Hochplateau in der Altstadt von Jerusalem, errichtet von Herodes vor rund 2000 Jahren. Dieser Ort ist für die drei Weltreligionen Judentum, Christentum und den Islam von herausragender Bedeutung. Auf Hebräisch heißt der Tempelverg Har haBáyit auf Arabisch al-haram asch-scharif.

Tempelberg – Ursprung

Um 1000 v. Chr, eroberte König David Jerusalem und ernannte sie zur Hauptstadt der Israeliten. Er wählte den Berg als Standort des Ersten Tempels, in dem sich auch die Bundeslade befand (2. Samuel 24,18-25). 957 v. Chr. wurde der Tempel durch seinen Sohn König Salomo fertiggestellt. In dem nach der Thora vorgegebenen Maßen errichteten Tempel befanden sich der Bibel nach die Bundeslade mit den Zehn Geboten. Diese war im “Allerheiligsten”, das der Überlieferung nach nur einmal im Jahr durch den Hohepriester betreten werden durfte. Es galt als Symbol für Gott als wahres Heiligtum.

Tempelberg – erster und zweiter Tempel#

586 v. Chr. wurde der Erste Tempel durch Nebukadnezar II. zerstört, der Jerusalem erobert hatte und das jüdische Volk nach Babylonien entführte. Nach der Rückkehr in Freiheit errichteten die Juden an gleicher Stelle den Zweiten Tempel, der 516 v. Chr. fertiggestellt werden konnte und Gottes Volk als neues Zentrum ihres Glaubens diente. Gut 500 Jahre später, Herodes war damals Herrscher über die Region, ließ er den alten Tempel abreißen und einen neuen, wesentlich größeren bauen. Es ist überliefert, dass er dieses Bauvorhaben erst umsetzen konnte, nachdem sämtliche Steinblöcke, die dafür benötigt wurden, produziert sein mussten; die Juden trauten Herodes nicht, doch in diesem Fall hielt er sein Versprechen.