Die Grabeskirche in Jerusalem
Jerusalem, die heilige Stadt, ist die Wiege der Kirche und das Herzstück des christlichen Glaubens. Sie bildet das Fundament und den Ausgangspunkt für die spirituelle Reise jedes Gläubigen und ist tief in den heiligen Schriften verwurzelt.
Das Alte und das Neue Testament legen ein bedeutungsvolles Zeugnis darüber ab, was sich einst in und um Jerusalem ereignete, und wie diese Ereignisse die Welt für immer veränderten.„Denn der Herr hat Zion erwählt, es begehrt zu seiner Wohnung“ (Psalm 132,13). Diese Worte der Schrift verdeutlichen die besondere Rolle Jerusalems als göttlich bestimmter Ort der Anbetung und Begegnung.Die Bibel ist nicht nur ein spiritueller Führer, sondern auch ein historisches Dokument, das die reale Welt dieser Zeit lebendig werden lässt. Städte und Dörfer des Heiligen Landes, wie Jerusalem, Bethlehem, der See Genezareth, das Tote Meer, der Jordan und die Wüste sind nicht nur Namen auf einer Karte, sondern lebendige Schauplätze der biblischen Erzählung.
Wer sich auf eine Pilgerreise nach Jerusalem begibt, öffnet sich der Möglichkeit, das Evangelium in der eigenen Welt lebendig werden zu lassen. Die Berührung mit diesem geheiligten Boden lässt die Geschichte Jesu und seiner Jünger in einem neuen Licht erscheinen, wie es im Johannes 4, 23-24 deutlich wird: „Aber es kommt die Zeit, und sie ist schon da, wo die wahren Anbeter den Vater im Geist und in der Wahrheit anbeten werden; denn der Vater sucht solche Anbeter.“Diese Reise ermöglicht es, die alten Texte mit neuen Augen zu sehen und die Brücke zwischen der damaligen und der heutigen Welt zu schlagen.
Die Begegnung mit den Heiligen Stätten lässt die Worte der Bibel in der Realität widerhallen und das Evangelium in der eigenen Lebensrealität Gestalt annehmen.
Als Grabeskirche oder Kirche vom heiligen Grab wird die Kirche in der Altstadt Jerusalems bezeichnet.
Es sind sechs christliche Konfessionen für die Verwaltung zuständig. Hauptsächlich wird das Heiligtum von der Griechisch-Orthodoxen, der Römisch-Katholischen (Franziskaner) und der Armenisch-Apostolischen Kirche verwaltet; dazu kamen im 19. Jahrhundert die Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien, die Kopten und die Äthiopisch-Orthodoxe Tewahedo-Kirche. Dementsprechend unterschiedlich ist die Gewichtung bei Aufgaben und Schreinen innerhalb der Kirche. Die äthiopischen Christen leben als kleine Gruppe auf einem der Kirchendächer.
Die Tür und der Schlüsse
Seit Salhadin die Kreuzfahrer aus Jerusalem vertrieben hat, liegt das Besitzrecht der einzigen Eingangstür in die Grabeskirche bei zwei muslimischen Familien. Ein Angestellter der Familien öffnet und schließt täglich zu den festgesetzten Zeiten von außen das Tor. Um zum Schloss zu gelangen, muss er eine Leiter besteigen. Die Leiter wird nach dem Abschließen durch ein Türchen in der Tür in die Grabeskirche gegeben und im Innern aufbewahrt
Die Grabeskirche in Jerusalem - ein Ort von unbeschreiblicher Schönheit und spiritueller Bedeutung. Schon seit Jahrhunderten pilgern Menschen aus aller Welt zu diesem heiligen Ort, um ihre tiefsten Glaubensüberzeugungen zu leben und zu erfahren. Die Kirche selbst ist ein Meisterwerk der Architektur und Kunst, mit ihren majestätischen Kuppeln und Säulen, kunstvollen Mosaiken und Gemälden. Doch es ist nicht nur die äußere Schönheit, die die Grabeskirche so besonders macht.
Es ist die tief empfundene Spiritualität, die jeden Besucher ergreift und in ihren Bann zieht. Hier wird das Leben und Leiden Jesu Christi gefeiert und geehrt, und die Atmosphäre ist von einer tiefen Ehrfurcht und Andacht erfüllt. Wer die Grabeskirche besucht, wird mit Sicherheit von einem unvergesslichen Erlebnis zurückkehren - einem Erlebnis, das das Herz und die Seele berührt und für immer in Erinnerung bleibt.
Die Grabeskirche ist ein Ort der Besinnung und des Friedens, an dem man sich von den Sorgen des Alltags lösen kann. Die Stille in diesem heiligen Ort lässt einen tief in sich hineinhorchen und die eigene Spiritualität entdecken. Es ist ein Ort, an dem man seine Gedanken sortieren und neue Kraft schöpfen kann.
Die Grabeskirche ist nicht nur ein Ort von spiritueller Bedeutung, sondern auch ein historisches Juwel. Bereits im 4. Jahrhundert wurde sie auf Anordnung von Kaiser Konstantin errichtet und zählt somit zu den ältesten christlichen Orten weltweit. Die imposante Architektur und die prächtigen Kunstwerke in ihrem Inneren zeugen von einer bewegten Vergangenheit und vermitteln ein Gefühl von Ehrfurcht und Staunen. Wer die Grabeskirche betritt, spürt sofort die Bedeutung dieses Ortes und kann sich der Faszination seiner Geschichte nicht entziehen. Ein Besuch in der Grabeskirche ist somit nicht nur ein spirituelles Erlebnis, sondern auch eine Reise durch die Jahrhunderte der christlichen Geschichte.
Die Architektur dieser Kirche vereint verschiedene Baustile aus unterschiedlichen Epochen - vom römischen bis zum byzantinischen Stil -, was sie zu einem wahren Meisterwerk macht.
Insgesamt gesehen ist die Grabeskirche nicht nur für Christen ein bedeutender Wallfahrtsort, sondern auch für Menschen anderer Religionen oder solcher ohne religiöse Bindungen eine faszinierende Sehenswürdigkeit mit großer Ausstrahlungskraft.
Grabeskirche in Jerusalem
Als Grabeskirche oder Kirche vom heiligen Grab wird die Kirche in der Altstadt Jerusalems bezeichnet, die an der überlieferten Stelle der Kreuzigung und des Grabes Jesu steht. Die Grabeskirche zählt zu den größten Heiligtümern des Christentums.
Nach dem Zeugnis mehrerer spätantiker Schriftsteller des 4. Jahrhunderts wurde im Jahr 325 im Gefolge eines Besuchs von Helena, der Mutter des Kaisers Konstantin, in Jerusalem die Stätten von Tod und Auferstehung Jesu Christi unter einem römischen Tempel der Venus aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. aufgefunden. Dies führte zu einer Verbreitung von Kreuzreliquien und einem Wiederaufleben der Verehrung des Grabes, die durch den Bau des darüberliegenden Tempels hatte unterbunden werden sollen.
Der Kreuzweg in der Altstadt von Jerusalem
Kreuzweg und Kreuzigung
Kreuzweg und Kreuzigung - Nachdem sie so ihren Spott mit ihm getrieben hatten, nahmen sie ihm den Purpurmantel ab und zogen ihm seine eigenen Kleider wieder an. Dann führten sie Jesus hinaus, um ihn zu kreuzigen. Einen Mann, der gerade vom Feld kam, Simon von Kyrene, den Vater des Alexander und des Rufus, zwangen sie, sein Kreuz zu tragen.Und sie brachten Jesus an einen Ort namens Golgota, das heißt übersetzt: Schädelhöhe. Dort reichten sie ihm Wein, der mit Myrrhe gewürzt war; er aber nahm ihn nicht. Dann kreuzigten sie ihn. Sie verteilten seine Kleider, indem sie das Los über sie warfen, wer was bekommen sollte. Es war die dritte Stunde, als sie ihn kreuzigten. Und eine Aufschrift gab seine Schuld an: Der König der Juden. Zusammen mit ihm kreuzigten sie zwei Räuber, den einen rechts von ihm, den andern links.
Der Tod Jesu, Als die sechste Stunde kam, brach eine Finsternis über das ganze Land herein - bis zur neunten Stunde.Und in der neunten Stunde schrie Jesus mit lauter Stimme: Eloï, Eloï, lema sabachtani?, das heißt übersetzt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Einige von denen, die dabeistanden und es hörten, sagten: Hört, er ruft nach Elija! Einer lief hin, tauchte einen Schwamm in Essig, steckte ihn auf ein Rohr und gab Jesus zu trinken. Dabei sagte er: Lasst, wir wollen sehen, ob Elija kommt und ihn herabnimmt. Jesus aber schrie mit lauter Stimme.
Ort der Kreuzigung in der Grabeskirche
Sie kamen an den Ort, der Schädelhöhe heißt; dort kreuzigten sie ihn.
Und sie brachten Jesus an einen Ort namens Golgota, das heißt übersetzt: Schädelhöhe. Dort reichten sie ihm Wein, der mit Myrrhe gewürzt war; er aber nahm ihn nicht. Dann kreuzigten sie ihn.
Sie verteilten seine Kleider, indem sie das Los über sie warfen, wer was bekommen sollte. Es war die dritte Stunde, als sie ihn kreuzigten. Und eine Aufschrift gab seine Schuld an: Der König der Juden.
Zusammen mit ihm kreuzigten sie zwei Räuber, den einen rechts von ihm, den andern links.
Dann hauchte er den Geist aus. Da riss der Vorhang im Tempel in zwei Teile von oben bis unten. Als der Hauptmann, der Jesus gegenüberstand, ihn auf diese Weise sterben sah, sagte er: Wahrhaftig, dieser Mensch war Gottes Sohn. Auch einige Frauen sahen von Weitem zu, darunter Maria aus Magdala, Maria, die Mutter von Jakobus dem Kleinen und Joses, sowie Salome; sie waren Jesus schon in Galiläa nachgefolgt und hatten ihm gedient. Noch viele andere Frauen waren dabei, die mit ihm nach Jerusalem hinaufgezogen waren.
Als der Sabbat vorüber war, kauften Maria aus Magdala, Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Öle, um damit zum Grab zu gehen und Jesus zu salben.
Der Salbstein in der Grabeskirche
Das Begräbnis Jesu - Da es Rüsttag war, der Tag vor dem Sabbat, und es schon Abend wurde, ging Josef von Arimathäa, ein vornehmes Mitglied des Hohen Rats, der auch auf das Reich Gottes wartete, zu Pilatus und wagte es, um den Leichnam Jesu zu bitten. Pilatus war überrascht, als er hörte, dass Jesus schon tot sei. Er ließ den Hauptmann kommen und fragte ihn, ob Jesus bereits gestorben sei. Als er es vom Hauptmann erfahren hatte, überließ er Josef den Leichnam.
Josef kaufte ein Leinentuch, nahm Jesus vom Kreuz, wickelte ihn in das Tuch und legte ihn in ein Grab, das in einen Felsen gehauen war. Dann wälzte er einen Stein vor den Eingang des Grabes. Maria aus Magdala aber und Maria, die Mutter des Joses, beobachteten, wohin er gelegt wurde.
Als der Sabbat vorüber war, kauften Maria aus Magdala, Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Öle, um damit zum Grab zu gehen und Jesus zu salben. Am ersten Tag der Woche kamen sie in aller Frühe zum Grab, als eben die Sonne aufging. Sie sagten zueinander: Wer könnte uns den Stein vom Eingang des Grabes wegwälzen? Doch als sie hinblickten, sahen sie, dass der Stein schon weggewälzt war; er war sehr groß.
Sie gingen in das Grab hinein und sahen auf der rechten Seite einen jungen Mann sitzen, der mit einem weißen Gewand bekleidet war; da erschraken sie sehr. Er aber sagte zu ihnen: Erschreckt nicht! Ihr sucht Jesus von Nazaret, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden; er ist nicht hier. Seht, da ist die Stelle, wohin man ihn gelegt hat. Nun aber geht und sagt seinen Jüngern und dem Petrus: Er geht euch voraus nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen, wie er es euch gesagt hat. Da verließen sie das Grab und flohen; denn Schrecken und Entsetzen hatte sie gepackt. Und sie sagten niemandem etwas davon; denn sie fürchteten sich.



















