Die Auferstehung

„Die Auferstehung – Gottes Antwort auf eine zerbrochene Welt“
Liebe Gemeinde, liebe Suchende, liebe Zweifelnde und Glaubende,

Am Ostermorgen entfaltet sich das Evangelium als kraftvolles Zeugnis der Auferstehung. „Früh am ersten Tag der Woche, als es noch dunkel war, kam Maria von Magdala zum Grab“ (Johannes 20,1). In ihrer Trauer sucht sie den Verstorbenen, doch stattdessen wird sie mit dem Unvorstellbaren konfrontiert: Der schwere Stein ist fortgerollt, das Grab ist leer. Und dann geschieht das Unfassbare – der Moment, der die Geschichte der Menschheit für immer trennt: Der Auferstandene selbst erscheint ihr, tritt in ihre Tränen und spricht sie beim Namen: „Maria!“ (Johannes 20,16). In dieser Begegnung mit dem lebendigen Christus wird die Macht des Todes gebrochen. Ostern ist nicht bloß eine Erzählung, es ist Gottes revolutionäre Handlung, die Schöpfung in ihrer Vollkommenheit wiederherzustellen. Der gekreuzigte Sohn triumphiert über die Schöpfung, mit durchbohrten Händen als Zeichen seines unendlichen Sieges und mit einem Herzen, das ewig schlägt.
Was sollten wir für unsere heutige Zeit daraus lernen?

In einer Welt, die von Krisen, Krieg und existenziellem Zweifel zerrissen wird, spricht das leere Grab eine Sprache, die lauter ist als alle Schreckensnachrichten. Die Auferstehung lehrt uns: Gottes letztes Wort heißt Leben, nicht Tod.

Wenn selbst das Grab kein Endpunkt ist, dann wird uns die wahre Essenz unseres Glaubens deutlicher. Inmitten der Ungewissheit und des Chaos unseres modernen Lebens, das von Wirtschaftscrashs, Klimakatastrophen und zerbrochenen Beziehungen geprägt ist, verspricht uns der christliche Glaube eine tiefere Hoffnung. Diese Hoffnung übersteigt die sichtbare Realität und gibt uns die Zuversicht, dass all diese Herausforderungen und Hindernisse nicht das letzte Wort haben. Ostern ist das ultimative Symbol dieser Hoffnung. Die Auferstehung Christi ist ein triumphaler Ruf, der durch die Jahrhunderte hallt und uns mit Entschlossenheit und Frieden erfüllt. Sie versichert uns, dass der Tod nicht der finale Vorhang ist, sondern nur ein Übergang zu einer größeren und ewigen Realität. Angesichts dieser Wahrheit verlieren unsere Ängste ihre Macht über uns, denn Ostern ruft uns beständig zu: „Fürchtet euch nicht!“ Diese Botschaft erinnert uns daran, dass in jeder Dunkelheit das Licht der Auferstehung bereit ist, durchzubrechen und uns in ein Leben voller Hoffnung und Freude zu führen.

Wenn wir dies verinnerlichen, können wir in einer Welt voller Unsicherheiten mit einem erneuerten Geist des Mutes und der Entschlossenheit leben. Unser Glaube wird zum Anker in Zeiten der Unruhe, und unser Herz bleibt offen für die Wunder des Lebens, die sich ständig um uns entfalten. So werden wir zu Botschafter*innen der Hoffnung, des Trostes und der Liebe für die Welt um uns herum, und unser Leben wird zu einem lebendigen Zeugnis für das Versprechen der Auferstehung.

(Matthäus 28,10). Lernt, im Dunkel nach dem Morgenlicht zu suchen. Lernt, in jeder Niederlage den Samen der Hoffnung zu sehen. Denn der, der den Tod besiegte, sagt auch zu euren Gräbern: „Steh auf!“

Die Botschaft der Auferstehung inmitten der Herausforderungen unserer Zeit ermutigt uns, über die gegenwärtigen Schwierigkeiten hinauszuschauen. Sie erinnert uns daran, dass auch in den dunkelsten Stunden ein Funke Hoffnung besteht, der uns vorwärtsführen kann. Durch das Beispiel der Auferstehung wird uns gezeigt, dass Wandel und Erneuerung möglich sind, selbst wenn die Umstände aussichtslos erscheinen. Es ist eine Einladung, den Blick von der Verzweiflung abzuwenden und stattdessen auf die Möglichkeit von Neugeburt und Neubeginn zu hoffen. So lehrt uns die Auferstehung, inmitten von Chaos und Ungewissheit einen festen Anker in der Gewissheit der göttlichen Liebe und Verheißung zu finden, die jeden Sturm überwinden kann. Es ist ein Aufruf, mutig und hoffnungsvoll zu leben, weil das letzte Wort über unser Leben nicht in Zerstörung und Verfall, sondern in Hoffnung und Leben liegt.

Was wollte uns der Schöpfer durch die Auferstehung für heute sagen?

die Auferstehung ist die kraftvolle Antwort Gottes auf die Kräfte der Zerstörung und des Verderbens, die das menschliche Leben bedrohen. Die Verkündigung aus Offenbarung 21,5 ist mehr als nur ein Versprechen; sie ist eine entschlossene Kriegserklärung gegen alles, was dem Leben in seiner Fülle entgegensteht. Wenn Gott sagt, "Siehe, ich mache alles neu!", dann spricht Er von einer umfassenden Erneuerung, die über menschliches Versagen und grenzenlose technologische Herausforderungen hinausgeht.Selbst dann, wenn politische Systeme scheitern und gesellschaftliche Strukturen unter ihrem eigenen Gewicht zerbrechen, bleibt das Reich Gottes bestehen, unerschütterlich und ewig. Die göttliche Schöpferkraft ist nicht durch die Begrenzungen der menschlichen Erfindungen überschattet. Technologie mag uns überfordern, doch Gottes Fähigkeit, Neues zu schaffen, kennt keine Grenzen. In einer Welt, in der Menschen oft an ihren eigenen Schwächen und Fehlern zerbrechen, bietet Gottes Gnade unermüdliche Heilung und Erneuerung. Diese Gnade ist ein heilender Balsam, der die tiefsten Wunden heilt und die gebrochenen Teile unseres Selbst wieder zusammenführt. Dadurch wird das Leben in eine neue Realität des Friedens und der Ganzheit überführt, die nur durch die transformative Kraft der göttlichen Liebe möglich ist.

Wie kann mein Leben durch dieses Geschehen sich verändern?

Die Auferstehung Christi ist weit mehr als eine bloße Theorie oder ein gedankliches Konzept; sie ist ein tiefgreifendes seelisches Erdbeben, das fundamentale Veränderungen in jedem von uns auslösen kann. Als Maria Magdalena den auferstandenen Jesus erkannte, verspürte sie den starken Wunsch, ihn festzuhalten und bei ihm zu bleiben. Jesus jedoch wies sie freundlich darauf hin, ihm nicht festzuhalten, sondern zu seinen Brüdern zu gehen und ihnen die frohe Botschaft zu verkünden: "Halte mich nicht fest […] Geh aber zu meinen Brüdern!" (Johannes 20,17). In dieser Aufforderung Jesu verbirgt sich ein zentraler Schlüssel zu christlichem Handeln und Erleben: Die persönliche Begegnung mit dem lebendigen Christus verwandelt uns zu Boten der Hoffnung und der Freude für die Welt um uns herum.

Wenn du die unverbrüchliche Sicherheit dessen erfasst, dass dein Leben in Christus geborgen und dadurch unzerstörbar ist, dann schwindet die Angst davor, dich selbst großzügig zu verschenken. Die Auferstehung ermöglicht es dir, Vergebung zu leben, da jede Schuld, die du trägst, mit Christus begraben wurde. Du bist befähigt, dich gegen Ungerechtigkeit und Unrecht zu erheben, gerade weil der Auferstandene bereits den Sieg darüber errungen hat. Selbst in Momenten tiefster Trauer kannst du ein Lächeln bewahren, weil du weißt, dass der Tod lediglich eine Übergangstür zu einem neuen, herrlichen Leben ist. Die Auferstehung schenkt dir die Freiheit, in dieser Welt als Licht zu leuchten, das Hoffnung spendet und den Glauben an das Gute und Göttliche in allem bezeugt.

Paulus, der einst Christen jagte, wurde durch die Osterwirklichkeit zum Rebellen der Liebe. Er schreibt: „Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung. Das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden“ (2. Korinther 5,17). Dein Leben kann sich radikal wandeln – nicht durch Selbstoptimierung, sondern durch die explosive Kraft der Auferstehung. Beginne, als Mensch zu handeln, der weiß: Mein Scheitern ist nicht das Ende. Meine Feinde sind nicht stärker als mein Herr. Meine Zukunft ist lichtvoller, als ich es mir träumen lasse.

Die Auferstehung Christi geht weit über eine einfache Theorie oder ein konzeptionelles Konstrukt hinaus; sie ist ein tiefes seelisches Beben, das grundlegende Veränderungen in jedem von uns bewirken kann. Als Maria Magdalena den auferstandenen Jesus erkannte, spürte sie den starken Wunsch, ihn festzuhalten und in seiner Nähe zu bleiben. Doch Jesus forderte sie freundlich auf, ihn nicht festzuhalten, sondern zu seinen Brüdern zu gehen und ihnen die frohe Botschaft zu verkünden: "Halte mich nicht fest […] Geh aber zu meinen Brüdern!" (Johannes 20,17). Diese Aufforderung Jesu offenbart einen zentralen Schlüssel für christliches Handeln und Erleben: Die persönliche Begegnung mit dem lebendigen Christus verwandelt uns in Boten der Hoffnung und Freude für die Welt um uns herum.

Wenn du die unerschütterliche Gewissheit erfasst, dass dein Leben in Christus geborgen und somit unzerstörbar ist, schwindet die Angst davor, dich selbst zu verschenken. Die Auferstehung befähigt dich, Vergebung zu leben, da jede Schuld, die du trägst, mit Christus begraben wurde. Du bist in der Lage, dich gegen Ungerechtigkeit und Unrecht zu erheben, weil der Auferstandene bereits den Sieg darüber errungen hat. Selbst in Momenten tiefster Trauer kannst du ein Lächeln bewahren, denn du weißt, dass der Tod lediglich ein Durchgang zu einem neuen, herrlichen Leben ist. Die Auferstehung gibt dir die Freiheit, in dieser Welt als ein Licht zu leuchten, das Hoffnung spendet und den Glauben an das Gute und Göttliche in allem bezeugt.

Gott spricht heute zu dir: „Fürchte dich nicht, ich habe die Welt überwunden“ (Johannes 16,33). Lass dies ein Aufruf sein, mit Zuversicht in die Welt zu treten – als lebendiges Zeugnis dafür, dass die Liebe alle Formen des Hasses überstrahlt und besiegt. Sieh dich als Botschafter einer Hoffnung, die selbst in den rauesten Ruinen erblüht und neues Leben hervorbringt. Vertraue darauf, dass kein Grab so tief, keine Dunkelheit so undurchdringlich ist, dass Gottes mächtige Hand es nicht erreichen könnte. In diesem Wissen kannst du mit erhobenem Haupt und offenem Herzen hinausgehen, den Geist der Vergebung und des Mitgefühls verbreiten und die Gewissheit in die Welt tragen, dass Gottes unvergleichliche Liebe und Gnade grenzenlos sind.

Halleluja! Christus ist auferstanden – und mit ihm alles, was in dir nach Leben schreit. Er ist wahrhaftig auferstanden!

In dieser Gewissheit wünsche ich euch ein gesegnetes Osterfest.

Michael Flesch