Im Anfang war das Wort - Die Geburt Jesus
Im Anfang war das Wort . In den Tiefen der Ewigkeit, bevor Zeit und Raum ihren Lauf nahmen, war das Wort bereits gegenwärtig. Dieses Wort, so sagt es uns das Johannesevangelium, war bei Gott und war Gott selbst. In diesem Wort lag der Ursprung allen Seins, denn durch es wurden alle Dinge geschaffen. Es war der Funke des göttlichen Lebens, der die Schöpfung in ihrer ganzen Pracht erstrahlen ließ.
Im Anfang war das Wort . In den Tiefen der Ewigkeit, bevor Zeit und Raum ihren Lauf nahmen, war das Wort bereits gegenwärtig. Dieses Wort, so sagt es uns das Johannesevangelium, war bei Gott und war Gott selbst. In diesem Wort lag der Ursprung allen Seins, denn durch es wurden alle Dinge geschaffen. Es war der Funke des göttlichen Lebens, der die Schöpfung in ihrer ganzen Pracht erstrahlen ließ.
Doch dieses Wort, so voller Glanz und Herrlichkeit, wollte sich nicht in der Ferne des Himmels verschließen, sondern sehnte sich danach, mitten unter den Menschen zu wohnen. In der Fülle der Zeit sandte Gott sein Wort in die Welt, damit es Fleisch werde und unter uns seine Zelte aufschlage. So trat das Ewige in das Zeitliche ein, das Unendliche in das Endliche, das Göttliche in das Menschliche.
Schon in den Anfängen der Menschheit weist die Heilige Schrift auf dieses Geheimnis hin. Im Buch Genesis lesen wir: "Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht." (Gen 1,3) Dieses Wort Gottes, das die Schöpfung ins Dasein rief, ist kein bloßer Schall, sondern eine lebendige, schöpferische Kraft. Es ist der Ausdruck des göttlichen Willens, der die Welt formt und erfüllt.
Durch das Wort, so erfahren wir es in der Bibel, offenbart Gott sich selbst dem Menschen. Immer wieder ergeht sein Ruf an die Menschen, seinem Wort zu folgen und seinen Willen zu tun. Propheten und Gottesmänner wurden gesandt, um die Botschaft Gottes zu verkünden und die Menschen zu einem Leben in Gemeinschaft mit dem Schöpfer hinzuführen.
Doch all diese Offenbarungen Gottes waren nur Vorboten und Vorschein des größten Geheimnisses: dass Gott selbst Mensch werden würde, um mitten unter uns zu wohnen. Das Wort, das von Ewigkeit her bei Gott war, sollte Fleisch werden und unter uns seine Zelte aufschlagen. In Jesus Christus, dem Sohn Gottes, würde Gott selbst sichtbar werden und sein Heilswerk für die Menschheit vollbringen.
Die Verkündigung an Maria
In der stillen Abgeschiedenheit eines galiläischen Dorfes empfing eine junge Frau namens Maria eine überwältigende Botschaft. Der Engel des Herrn erschien ihr und sprach: "Sei gegrüßt, du Begnadete! Der Herr ist mit dir." Maria war tief erschrocken über diese Worte, doch der Engel fuhr fort: "Fürchte dich nicht, Maria! Du hast Gnade bei Gott gefunden. Du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären; dem sollst du den Namen Jesus geben."
In diesem Augenblick öffnete sich der Himmel, und das Wort, das von Ewigkeit her bei Gott war, nahm Gestalt an im Schoß der Jungfrau. Gott selbst wurde Mensch, um mitten unter uns zu wohnen. Maria, die Erwählte unter allen Frauen, war nun erwählt, die Mutter des Sohnes Gottes zu werden. Wie groß musste ihre Ehrfurcht, aber auch ihre Verwirrung gewesen sein, als sie dieses Geheimnis in ihrem Herzen bewegte.
Die Sendung des Engels an Maria erfüllte eine uralte Verheißung Gottes. Schon im Paradies hatte Gott gesagt, dass der Same der Frau der Schlange den Kopf zertreten werde (vgl. Gen 3,15). Nun, in der Fülle der Zeit, sollte diese Zusage Wirklichkeit werden: Der Sohn Gottes selbst würde Mensch werden, um den Feind des Menschen, den Satan, zu besiegen und die Menschheit vom Fluch der Sünde zu erlösen.
Wie mag Maria angesichts dieser überwältigenden Botschaft empfunden haben? Zunächst war sie zutiefst erschrocken und fragte den Engel: "Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne?" (Lk 1,34) Doch der Engel antwortete ihr: "Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Sohn Gottes genannt werden." (Lk 1,35)
So wurde Maria, die demütige Magd des Herrn, zur Mutter des Erlösers erwählt. In ihrem Schoß empfing das ewige Wort Gottes Menschengestalt. Durch ihr Ja zur Botschaft des Engels wurde sie zur Pforte, durch die Gott selbst in die Welt eintrat. Welch eine Gnade, welch eine Würde wurde dieser jungen Frau zuteil!
Der Kampf Josefs mit dieser Botschaft
Für Josef, den Verlobten Marias, war diese unerwartete Schwangerschaft seiner Braut ein schwerer Schlag. Wie konnte er dieses Geheimnis begreifen? Wie sollte er seine Braut vor dem Verdacht der Untreue bewahren? Doch als der Engel des Herrn ihm im Traum erschien und ihm die Wahrheit offenbarte, da erkannte Josef, dass Gott selbst dieses Kind in Marias Schoß gewirkt hatte. Nun war er berufen, dem göttlichen Kind den Schutz eines Vaters zu gewähren.
Welch ein Ringen mag in Josefs Herzen gewesen sein, als er diese Botschaft erfassen musste! Wie sehr musste er seine menschlichen Vorstellungen und Erwartungen an das Kommen des Messias überwinden, um sich ganz dem Willen Gottes zu beugen. Doch in dieser Stunde der Prüfung wuchs sein Glaube, und er nahm Maria zu sich, um das Wunder, das Gott in ihr begonnen hatte, treu zu behüten.
Josef stammte aus dem Hause David und war somit Teil der königlichen Linie, aus der der verheißene Messias hervorgehen sollte. Sicher hatte er sich ein ganz anderes Bild vom Kommen des Erlösers gemacht - vielleicht vorgestellt, dass dieser als machtvoller Herrscher auftreten und das Joch der Fremdherrschaft abschütteln würde. Umso größer muss sein Erstaunen gewesen sein, als ihm der Engel offenbarte, dass Gott selbst diesen Messias in Maria hatte Gestalt annehmen lassen - als ein hilfloses Kind in ärmlichen Verhältnissen.
Doch Josef erkannte, dass Gottes Wege nicht unsere Wege sind. Sein Blick weitete sich über die engen menschlichen Erwartungen hinaus und erfasste die unergründlichen Pläne des himmlischen Vaters. Nun war er berufen, dem göttlichen Kind als Ziehvater beizustehen und es in die Welt hineinzuführen. Wie sehr musste er sich in dieser Aufgabe vertrauensvoll Gott überlassen haben!
Was Josef in jener Nacht erfuhr, ist ein Zeichen dafür, dass Gott oft auf überraschende Weise wirkt. Er durchbricht unsere eingefahrenen Denkmuster und Vorstellungen, um uns zu einem tieferen Glaubensverständnis zu führen. Manchmal müssen wir unsere eigenen Pläne und Wünsche zurückstellen, um offen zu werden für den unerwarteten Weg, den Gott mit uns geht. Wie Josef sind auch wir gerufen, uns gläubig dem Wirken Gottes zu überlassen, auch wenn es unsere Vorstellungen in Frage stellt.
Die Herbergssuche
Als die Zeit erfüllt war, machten sich Maria und Josef auf den Weg nach Betlehem, um sich dort beim Zensus einschreiben zu lassen. Doch als sie in der Stadt ankamen, fanden sie keine Unterkunft. Überall waren die Herbergen überfüllt, denn viele waren gekommen, um sich registrieren zu lassen.
In dieser verzweifelten Situation bot ein Gastwirt ihnen einen Unterschlupf in einem Stall an. Inmitten des Geruches von Tieren und des Kribbelns der Dunkelheit kam dort der Sohn Gottes zur Welt. Das Wort, das von Ewigkeit her bei Gott war, hatte nun Fleisch angenommen und lag als hilfloses Kind in einer Krippe.
Welch ein unbegreifliches Geheimnis! Der Schöpfer aller Dinge hatte sich entäußert und war Mensch geworden, um mitten unter uns zu wohnen. Das Licht des Himmels strahlte nun in der Finsternis einer kalten, menschenleeren Herberge.
Dass der Messias, der Retter Israels, in einem Stall geboren wurde, mag zunächst befremdlich erscheinen. Doch genau darin offenbart sich die tiefe Demut und Selbsterniedrigung Gottes. Er, der Herr über Himmel und Erde, wollte als hilfloses Kind in die Welt kommen, um den Weg für uns Menschen zu bereiten. In der Enge und Armut des Stalles zeigte sich seine grenzenlose Liebe, die sich herabneigt zu den Geringsten und Ärmsten.
Diese Herbergssuche Marias und Josefs ist zugleich ein Sinnbild für die Suche der Menschheit nach Gott. Wie oft finden wir in unserem Herzen keinen Platz für den Herrn, weil es mit so vielem anderen angefüllt ist. Doch gerade in den verlassenen Winkeln unserer Existenz, in der Kälte und Dunkelheit unseres Lebens, möchte Gott geboren werden und seine Wohnung bei uns aufschlagen.
Der Evangelist Lukas berichtet, dass für das Jesuskind "in der Herberge kein Platz war" (Lk 2,7). Genau dies ist oft auch unser Zustand: Wir haben für Gott keinen Raum in unserem Denken und Handeln, weil wir erfüllt sind von uns selbst, von unseren Sorgen und Plänen.Fortsetzung der ausführlichen Weihnachtsbotschaft:
Die Botschaft der Engel an die Hirten
Als das Jesuskind geboren war, erschien plötzlich ein Engel des Herrn den Hirten, die in jener Nacht auf den Feldern bei ihren Herden wachten. Die Herrlichkeit des Herrn umstrahlte sie, und sie waren erfüllt von großer Furcht. Doch der Engel sprach zu ihnen: "Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteilwerden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Christus, der Herr."
Und plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach: "Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seines Wohlgefallens!" Die Hirten ließen ihre Herden zurück und eilten nach Betlehem, um das Neugeborene zu sehen.
Die Botschaft der Engel an die Hirten ist von großer Bedeutung. Denn gerade zu den einfachen Leuten, den Hirten auf den Feldern, kam zuerst die frohe Kunde vom Kommen des Messias. Sie, die am Rande der Gesellschaft standen, wurden von Gott auserwählt, die erste Kunde vom Erlöser zu empfangen.
Darin zeigt sich, dass Gott die Niederen und Geringen erwählt, um seinen Heilsplan zu verwirklichen. Er sieht nicht auf das Äußere, sondern auf das Herz. Den Demütigen und Armen an Geist offenbart er seine Geheimnisse, während er die Stolzen und Selbstgefälligen übergeht.
Zugleich ist die Ansprache der Engel an die Hirten ein Zeichen dafür, dass die Erlösung, die Christus bringt, für alle Menschen bestimmt ist - nicht nur für eine kleine Elite, sondern für das ganze Volk. Der "große Freudenbote", der den Hirten verkündet wird, soll "dem ganzen Volk" zuteilwerden. In Jesus Christus, dem neugeborenen König, ist der verheißene Retter für Juden und Heiden, Reiche und Arme, Weise und Einfältige gekommen.
Bemerkenswert ist auch die Art und Weise, wie die Engel den Hirten die Botschaft verkünden. Sie erscheinen inmitten einer überwältigenden Herrlichkeit Gottes, die die Hirten mit Furcht erfüllt. Doch dann sprechen sie beruhigend: "Fürchtet euch nicht!" Denn die Nachricht, die sie überbringen, ist eine Botschaft der Freude und des Friedens. Der Retter, der Christus, der Herr, ist geboren - das ist eine Nachricht, die alle Herzen mit Jubel erfüllen soll.
So ergeht auch an uns heute dieser Ruf der Engel: Fürchtet euch nicht! Denn Gott selbst ist zu uns gekommen, um uns aus der Finsternis in sein wunderbares Licht zu führen. Das Jesuskind in der Krippe ist die Erfüllung aller Verheißungen, die Verwirklichung unseres tiefsten Sehnens nach Heil und Frieden.
Die Anbetung der Hirten
Voller Staunen und Freude machten sich die Hirten auf den Weg nach Betlehem, um das Kind zu sehen, von dem die Engel gesprochen hatten. Sie fanden Maria und Josef und das Kind in der Krippe liegend. Als sie es sahen, breiteten sie ehrfürchtig ihre Arme aus und fielen nieder, um das göttliche Kind anzubeten.
In diesem Augenblick wurde ihnen bewusst, dass hier in der Enge eines Stalles der verheißene Messias, der Retter Israels, geboren worden war. Das Licht Gottes war in die Welt gekommen, um die Finsternis zu durchdringen. Voller Ehrfurcht und Dankbarkeit kehrten die Hirten zu ihren Herden zurück und priesen Gott für alles, was sie gesehen und gehört hatten.
Die Anbetung der Hirten vor dem Jesuskind ist ein ergreifendes Bild der demütigen Huldigung vor dem göttlichen Kind. Sie, die einfachen Landleute, werden zu den ersten Verehrern des Erlösers. Ihre Kniebeuge vor der Krippe ist Ausdruck ihrer tiefen Ehrfurcht und Erkenntnis, dass hier der lang ersehnte Messias geboren ist.
Dabei spielen die Hirten eine besondere Rolle im Heilsplan Gottes. Denn sie waren es, die als Erste die Botschaft von der Geburt des Retters erhielten. Gott hatte sie auserwählt, um den Anbruch seines Reiches zu verkünden. Nun kommen sie, um dem neugeborenen König ihre Huldigung darzubringen.
In dieser Szene zeigt sich, wie Gott oft die Geringen und Verachteten erwählt, um seine Größe und Herrlichkeit zu offenbaren. Den Weisen und Klugen dieser Welt bleibt das Geheimnis des Gottessohnes oft verborgen, während es den Einfältigen und Demütigen erschlossen wird. Denn Gott widersteht den Hochmütigen, den DemütigenFortsetzung der ausführlichen Weihnachtsbotschaft:
Der Besuch der Weisen aus dem Morgenland
Nicht nur einfache Hirten, auch Weise aus fernen Ländern machten sich auf den Weg, um den neugeborenen König der Juden zu suchen. Ein heller Stern am Himmel hatte sie geleitet, bis er über dem Haus stand, wo das Christkind war.
Als sie eintraten, fielen sie nieder und huldigten dem Kind. Sie öffneten ihre Schätze und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe dar - Gaben, die einem königlichen Herrscher gebühren. In diesem Jesuskind erkannten sie den verheißenen Messias, den Retter der Welt.
Welch ein Geheimnis offenbarte sich hier! Der Herr des Himmels und der Erde hatte sich erniedrigt und war Mensch geworden, um alle Menschen, Juden und Heiden, in sein Reich zu rufen. Das Licht, das die Weisen aus dem Osten angelockt hatte, erstrahlt bis heute in der Finsternis und lädt alle ein, dem neugeborenen König zu huldigen.
Die Anbetung der Weisen zeigt, dass die Erlösung, die Christus bringt, für alle Völker bestimmt ist. Während die Hirten als Vertreter des jüdischen Volkes das Jesuskind anbeten, kommen nun auch Weise aus dem Heidentum, um ihm zu huldigen. Damit wird deutlich, dass Gottes Heilsplan nicht auf eine einzige Nation beschränkt ist, sondern alle Menschen umfasst.
Die Gaben, die die Weisen dem Christkind darbringen, haben eine tiefe Bedeutung. Das Gold ist ein Zeichen für die Königswürde Jesu, der der verheißene Messias und rechtmäßige Herrscher ist. Der Weihrauch weist auf seine göttliche Natur hin - er ist der Sohn Gottes, dem priesterliche Verehrung gebührt. Und die Myrrhe, ein Salböl, das auch bei Bestattungen verwendet wurde, deutet bereits auf das Leiden und den Tod hin, den der Erlöser auf sich nehmen wird, um die Menschheit zu erlösen.
So bringen die Weisen aus dem Osten dem göttlichen Kind ihre Huldigung dar und anerkennen in ihm den verheißenen Retter und König. Ihr Kommen ist ein Vorbote dafür, dass das Heil, das von Israel ausgeht, sich über alle Grenzen hinweg ausbreiten und alle Völker umfassen wird.
Auch wir sind eingeladen, dem Jesuskind unsere Gaben darzubringen. Nicht Gold, Weihrauch und Myrrhe, sondern das Opfer unseres Herzens, unserer Anbetung und unseres Lebens. Denn er ist der König, dem wir uns beugen, der Gott, dem wir dienen, und der Erlöser, dem wir unser Vertrauen schenken sollen.
Das Wunder der Menschwerdung
In der Krippe von Betlehem geschah ein Wunder, das die Welt für immer verändert hat. Der Sohn Gottes, das ewige Wort, durch das alles erschaffen wurde, nahm Menschengestalt an. Der Schöpfer aller Dinge wurde selbst ein Teil seiner Schöpfung.
Unbegreiflich ist dieses Geheimnis der Menschwerdung Gottes! Der Allmächtige entäußerte sich seiner göttlichen Herrlichkeit, um als hilfloses Kind in einer Futterkrippe zu liegen. Der Unendliche wurde begrenzt, der Ewige wurde zeitlich, der Unsterbliche sterblich. Das Licht des Himmelsstrahlte nun in der Finsternis dieser Welt.
Warum aber tat Gott dies alles? Aus reiner Liebe zu den Menschen, die er erschaffen hatte. Er wollte mitten unter uns wohnen, um uns den Weg zum ewigen Leben zu zeigen. Durch die Annahme der menschlichen Natur hat Gott die Menschheit erhöht und uns die Möglichkeit geschenkt, wieder Kinder Gottes zu werden.
Im Prolog des Johannesevangeliums heißt es: "Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt, und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit." (Joh 1,14) Gott selbst hat in Jesus Christus Menschengestalt angenommen, um uns zu erlösen und in seine Gemeinschaft zurückzuführen.
Dieses unbegreifliche Geheimnis der Menschwerdung Gottes ist das Herzstück des christlichen Glaubens. Es offenbart uns die überschwängliche Liebe des Schöpfers zu seinem Geschöpf, der sich selbst erniedrigt hat, um uns zu erhöhen. In Jesus Christus ist Gott Mensch geworden, damit der Mensch wieder Anteil an der göttlichen Natur erlangen kann.
Doch wie können wir dieses Wunder fassen? Wie können wir begreifen, dass der Unendliche und Ewige in Zeit und Raum eintritt, um als hilfloses Kind in einer Krippe zu liegen? Hier stoßen wir an die Grenzen unseres Verstandes, denn dieses Geheimnis übersteigt jede menschliche VernunftFortsetzung der ausführlichen Weihnachtsbotschaft:
Das Wunder der Menschwerdung
Doch gerade weil dieses Geheimnis unbegreiflich ist, fordert es umso mehr unseren Glauben heraus. Es ist ein Mysterium, das wir nicht vollständig erfassen können, aber das uns tief in Ehrfurcht und Anbetung versetzt. Hier offenbart sich die unergründliche Weisheit und Liebe Gottes, der sich in einer für uns kaum vorstellbaren Weise herabgelassen hat, um uns zu erlösen.
Die Menschwerdung Gottes in Christus ist das zentrale Ereignis der Heilsgeschichte. Seit dem Sündenfall des Menschen war die Kluft zwischen Gott und Mensch unüberwindbar geworden. Doch nun, in der Fülle der Zeit, überbrückt Gott selbst diese Kluft, indem er Mensch wird. Er tritt aus seiner Verborgenheit heraus und nimmt unsere menschliche Natur an, um uns zu sich zu ziehen.
Dass der Sohn Gottes Fleisch annimmt, ist zugleich Zeichen dafür, dass Gott die materielle Welt nicht verachtet, sondern sie erlösen und verklären will. In Jesus Christus wird die Materie geheiligt und der Leib als Tempel des Heiligen Geistes anerkannt. Gott selbst hat den Weg gewiesen, wie der Mensch wieder in Gemeinschaft mit dem Schöpfer treten kann.
Daher ist die Menschwerdung Gottes in Christus nicht nur ein historisches Ereignis, sondern hat bleibende Bedeutung für unser Leben. In Jesus Christus, dem Mensch gewordenen Gott, begegnet uns Gott selbst auf eine Weise, die uns näher kommt als alles andere. Er ist der Immanuel, der "Gott-mit-uns", der uns in unserer menschlichen Begrenztheit begleitet und uns den Weg zum ewigen Leben zeigt.
So ist dieses Weihnachtsgeheimnis Grund zur größten Freude und Dankbarkeit. Denn in dem Kind in der Krippe offenbart sich die unendliche Liebe Gottes zu den Menschen. Er, der Schöpfer aller Dinge, hat sich zu uns herniedergelassen, um uns aus der Finsternis der Sünde und des Todes in sein wundervolles Licht zu führen. Lasst uns dieses Wunder staunend betrachten und anbetend vor dem Christkind niederknien!
Die Bedeutung der Weihnachtsbotschaft für unser Leben
Die Weihnachtsbotschaft hat eine tiefe und bleibende Bedeutung für unser Leben. Sie erfüllt uns mit Staunen und Anbetung angesichts der unbegreiflichen Liebe Gottes, der selbst Mensch geworden ist, um uns zu erlösen. In diesem Jesuskind, das in der Krippe liegt, offenbart sich der Gott, der uns nahe sein will und uns in unsere menschliche Begrenztheit begleitet.
Gerade in unserer Zeit, in der viele Menschen sich von Gott entfremdet fühlen, ist diese Nachricht von der Menschwerdung Gottes eine Einladung, die Gegenwart Gottes neu zu entdecken. Er ist nicht fern und unnahbar, sondern hat mitten unter uns seine Zelte aufgeschlagen. In Jesus Christus begegnet uns Gott als barmherziger und liebevoller Vater, der unsere menschliche Natur angenommen hat, um uns zu heilen und zu erheben.
Gerade in den Momenten, in denen wir uns einsam, verloren oder von Gott verlassen fühlen, können wir Trost und Hoffnung in der Botschaft von Weihnachten finden. Denn sie verkündet, dass Gott sich in unsere Wirklichkeit hineinbegeben und unser menschliches Leid auf sich genommen hat. In Jesus Christus ist Gott einer von uns geworden, um uns in allen Herausforderungen des Lebens beizustehen.
Die Weihnachtsbotschaft lädt uns ein, unser Leben ganz auf Gott auszurichten und ihm unser Vertrauen zu schenken. Sie erinnert uns daran, dass wir nicht allein sind, sondern dass Gott selbst uns begleitet und seine Liebe über uns ausgießt. Wenn wir die Krippe von Betlehem betrachten, sehen wir, dass Gott sich in unsere menschliche Begrenztheit und Schwachheit hineinbegeben hat, um uns zu erheben und zu heilen.
Zugleich mahnt uns dieses Fest, unsere Herzen für Gott zu öffnen und ihm den Platz einzuräumen, der ihm gebührt. Wie oft finden wir für ihn keinen Raum, weil wir erfüllt sind von uns selbst und unseren Sorgen. Doch gerade in den verlassenen Winkeln unseres Lebens, in der Enge und Dunkelheit unseres Herzens, möchte Gott geboren werden und seine Herrschaft aufrichten.